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30.3.2017 : 22:32 : +0200

Kernbranchen

Eine starke Wirtschaftsstruktur

Die Wirtschaftsstruktur der Region Donau-Iller zeichnet sich durch ein hohe Vielfältigkeit aus. Insbesondere die Branchen Arnzeimittelherstellung, Fahrzeugbau und Logistik sind besonders stark. Zahlreiche Initiativen unterstützen die einzelen Wirtschaftszweige.

Gemessen an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im produzierenden Gewerbe ist der Bereich Maschinenbau (36.000 Beschäftigte - SVB) am stärksten, gefolgt von der Metallverarbeitenden Industrie (27.000 SVB) und der pharmazeutischen Industrie (11.400 SVB). Mit insgesamt 74.000 Beschäftigten entfallen rund 20,8% der Gesamtbeschäftigten (Deutschland 9,6%) der Region Donau-Iller auf diese drei Leitbranchen.

 

Branchenportfolio der Region Donau-Iller (Quelle: Öffnet externen Link in neuem FensterStudie Perspektive 2030)

 

Maschinenbau

Jeder zehnte Beschäftigte in der Region Donau-Iller arbeitet im Maschinenbau. Neben den Großunternehmen und teilweise Weltmarktführern Liebherr, Bosch Rexroth oder Max Weishaupt haben sich in kleineren internationalen Absatzmärkten auch zahlreiche mittelständische Unternehmen etabliert. Die Region gehört jedenfalls zu den führenden Fertigungsstandorten für Baumaschinen und Kräne.

Metallindustrie

Zu den bedeutendsten Großunternehmen im Bereich Metallerzeugung/-bearbeitung zählen die Wieland-Werke, die PERI GmbH oder auch die Wanzl Metallwarenfabrik. Wanzl ist dabei Marktführer im Segment der Einkaufswagen. Rund 7,5% der Beschäftigten der Region entfallen auf diesen Bereich.

Pharmaindustrie und Gesundheitswirtschaft

Die bekanntesten Firmen im Bereich der Pharmaindustrie sind dabei ratiopharm, Rentschler und Boehringer Ingelheim. Da die pharmazeutische Industrie eine der forschungsintensivsten Branchen in Deutschland ist, betreiben die genannten Unternehmen in der Region Donau-Iller nicht nur Produktionsstandorte, sondern eigene Forschungs- und Entwicklungs-Zentren. Dabei spielt die Nähe zum Universitätsklinikum Ulm eine Rolle.

Im Bereich der Medizintechnik und mit zahlreichen Gesundheitsdienstleistern spielt diese Branche eine große Rolle. Zahlreiche Kliniken und Rehazentren unterstützen diese Bedeutung. Die Gesundheitswirtschaft mit den pharmazeutischen und medizintechnischen Betrieben sowie den Gesundheitsdienstleistungen zählt zu den Wachstumstreibern in der Region Donau-Iller.

Nutzfahrzeugbau

Der Nutzfahrzeugbau ist eine weitere bedeutende Industriebranche. Vor allem im Bereich der Doppelstadt Ulm-Neu besteht mit den Schwerpunkten Herstellung von Reise- und Überlandbussen (Evobus), Lastkraftwagen (Iveco Magirus) und Spezialfahrzeugen im Schwerlastbereich (KAMAG) eine gewisse Konzentration. Darüber hinaus sind die Segmente Feuerwehrfarhzeuge (Iveco Magirus) und Pistenbullys (Kässbohrer Geländefahrzeug AG) vertreten. Weitere Firmen sind in kleineren Nischen tätig.

Logistikstandort

Mit knapp 14.000 Beschäftigten ist die Branche zwar nicht überdurchschnittlich vetreten, die Stärke in der Region Donau-Iller liegt allerdings besonders im Speditionswesen. Namhafte Spediteure wie Honold Logistik Gruppe, Seifert Logistics, C.E. Noerpel oder Friedsped sind hier vertreten. Darüber hinaus nimmt die Region mit dem Güterverkehrszentrum Ulm-Nord/Dornstadt mit dem großen Containerterminal eine wichtige Funktion als Umschlagplatz im kombinierten Verkehr ein.

Bundeswehrstandort

Die Region Donau-Iller und insbesondere die Stadt Ulm sind traditionell ein wichtiger Standort des Militärs. Die Bundeswehr unterhält hier eine Reihe von Standorten mit insgesamt etwa 7000 Soldaten. Dazu gehören auch ein zentrales Stabskommando, das Bundeswehrkrankenhaus Ulm sowie der große Heeresflugplatz Laupheim.

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Zuletzt bearbeitet: 02.11.2011